Michel Teekens, der Vertreter von Lundager in den Niederlanden, ist mit der Entscheidung zufrieden. „Es geht nicht darum, sich gegenseitig zu bekämpfen, im Gegenteil. Wir haben den Fall richtig behandelt. Wir haben eine große Partie bereits produzierter Töpfe übernommen und damit einen Streit beendet, der über 1,5 Jahre gedauert hat. Es ist sehr wichtig, dass die Eigentumsrechte respektiert werden, sowohl für uns als auch für andere Akteure auf dem Markt.“
Der Effekt der „fallenden Schneeflocken im 3D-Effekt“ wurde vom Gericht als einzigartig anerkannt.
Letztes Jahr präsentierte die Sukkulentengärtnerei Ovata eine Keramikserie, die sich als exakte Kopie des Design-Topfes von Lundager entpuppte. Die Gärtnerei hatte sie bei Import Company bestellt, einem Unternehmen, das Keramik in China herstellt.
Die Parteien konnten keine Einigung erzielen und landeten vor Gericht, wo Lundager gewann. Das Urteil wurde in einer höheren Instanz angefochten, wo der Richter nun zu derselben Entscheidung gekommen ist.
Laut Michel geht die Bedeutung des Urteils über den konkreten Fall hinaus. „Produktkopien kommen häufig vor, aber Rechtsstreitigkeiten sind sehr teuer und erfordern Zeit und Energie. Daher landen diese Art von Fällen nur selten vor Gericht. „Lundager ist nicht das erste Unternehmen, das einen Prozess wegen der Verletzung von Designrechten für einen Keramiktopf gewonnen hat. Aber es ist das erste Mal, dass das Gericht in seiner Entscheidung zu dem Schluss kommt, dass neben der Urheberrechtsverletzung auch eine ’sklavische‘ Nachahmung vorliegt. Das ist ein Präzedenzfall und ein deutliches Signal in unserer Branche.“
Für weitere Informationen:
LUNDAGER B.V.
Michel Teekens
E: michel@lundager.nl


